Die diesjährige Übergabe des Prix Zonta hat am Freitag, 11. November, im Bellevue-Palace in Bern stattgefunden. Der mit 30‘000 Schweizer Franken dotierte Preis und die entsprechende Statuette gehen an eine junge Wissenschaftlerin an der ETH Lausanne, die sich einen Namen im Bereich der Bioingenieurwissenschaften gemacht hat: Professor Stéphanie Lacour.

Der Anlass stand unter dem Patronat von Bundesrat Didier Burkhalter und wurde von Nobelpreisträger Rolf Zinkernagel unterstützt. Die diesjährige Laureatin wurde von einer 3-köpfigen Jury ausgewählt. In ihrer Ansprache betonte die Präsidentin von Zonta Union Intercity, Thérèse Meyer-Kaelin, dass Zonta damit zur Sichtbarmachung des hohen Verdientes von Frauen, die sich in einem wissenschaftlichen oder technischen Umfeld bewegen, beitragen will. Der Prix Zonta wird vollumfänglich von den 23 Zonta-Clubs der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein finanziert.
Nach ihrem Studium in Frankreich stiess Stéphanie Lacour in ihrer Zeit als Postdoktorandin an der Universität Princeton (New Jersey) auf die Möglichkeit, elektronische Schaltungen auf dehnbarem Silikongummi zu montieren; seit Januar 2011 entwickelt sie diese Erfindung weiter am Institut für Ingenieurwissenschaften und Technik (STI) der ETH Lausanne. Diese „elektronische Kunsthaut“ könnte Verwendung finden zur Behandlung von Nervenbahnen, die infolge eines Unfalls abgetrennt wurden, oder im Bereich der Neuroprothesen.
In seiner Gratulationsbotschaft gab Schirmherr und Innenminister Didier Burkhalter zu bedenken, dass die Anerkennung der exzellenten Leistungen der Frauen im Wissenschaftsbereich ausschlaggebend sei, damit die Schweiz ihre Spitzenrolle als innovative Nation im internationalen Kontext beibehalten könne. Der Prix Zonta wird seit 2005 alle zwei Jahre an eine junge Wissenschaftlerin, die sich durch hervorragende Leistungen hervorgetan hat, verliehen.
Freiburg/Biel, 11.11.2011
Thérèse Meyer-Kaelin, Präsidentin Zonta Union Intercity, Freiburg