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(gem. Personenlexikon des
Kantons Basel-Landschaft) |
AEBERSOLD-Hufschmid
Marie Elisabeth
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gen. Miggeli,
*06.11.1904 Basel, †16.01.1982 Binningen, ref. von Basel.
Tochter des Johann Friedrich Hufschmid,
Blattmacher von Diegten, und der Maria Katharina Hagmann.
∞
1924 Walter Aebersold, Linguist, von Basel.
Mädchengymnasium Basel, Beginn eines
Musikstudiums (Klavier und Orgel), Schriftstellerin und Journalistin. Mit
ihrem Gatten in den 20er und 30er Jahren auf den Sangi-Inseln (Indonesien),
wo sie drei Kinder zur Welt bringt, Sprachen lernt, lokale Geschichten
sammelt und erste eigene Texte schreibt und veröffentlicht. Zurück in Basel
entwickelt sie ab 1941 eine reiche publizistische Tätigkeit (in der
National-Zeitung, im Nebelspalter u.a. Periodika sowie am Radio).
Sie erlangt grosse Popularität und schreibt eine Reihe von Büchern mit
Märchen für Kinder, Kurzgeschichten und Novellen. Die Gemeinde Binningen, in
der sie seit 1945 wohnt, verleiht ihr 1960 den Kunstpreis. Präsidentin der
Vereinigung für Frauenstimmrecht Basel und Umgebung. |
BRENNER-Kron Emma
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*18.08.1823 Muttenz,
†29.07.1875 Basel, ref. von Basel.
Tochter des Georg Martin Kron von
Weiden (Oberpfalz) und der Emma Merian von Basel. ∞ 1845 Johann Carl Brenner
von Basel, Advokat und Redaktor.
Verliert den Vater mit fünf Jahren;
gespanntes Verhältnis zum Stiefvater. Erhält sorgfältige Schulbildung. Erste
Gedichte spiegeln ihre leidvolle Jugend. Unterhält 1847-49 eine romantische
Beziehung zum Zürcher Dichter Heinrich Leuthold. Ihre Gedichte legt sie
Jacob Burckhardt vor, woraus sich ein jahrelanger Gedankenaustausch über
Dichtkunst und Literatur ergibt. Briefwechsel u.a. auch mit Gottfried
Keller. Sie scheint für mehrere Männer eine Art Muse zu sein. Neben
Gedichten schreibt sie Prosa. Am bedeutendsten sind wohl ihre idyllischen
Bilder aus dem Basler Familienleben in baseldeutschen Hexametern. |
DETTWILER Anna
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*27.10.1796, Maisprach,
†30.04.1876 Wintersingen, ref. von Maisprach.
Tochter des Hans Jakob, Amtspfleger
und der Anna Marie Speiser.
Dorfschule, autodidaktische
Weiterbildung. Arbeitet 26 Jahre lang als Magd und entschliesst sich 1844,
mit ihrem ersparten Geld in Diegten verlassene Mädchen auszubilden. Will die
Mädchen auf den Hausfrauenberuf vorbereiten und von der Fabrikarbeit
abhalten. Gemeinden und Private führen ihr Mädchen zu und unterstützten sie
finanziell etwas. Dettwiler führt zur Geldbeschaffung zeitweise parallel ein
Pensionat für französischsprechende Töchter. Zieht mit ihrem Heim 1846 nach
Buckten, 1851 nach Gelterkinden, 1855 nach Pratteln und 1858 nach
Frenkendorf. In den ersten 10 Jahren ihrer Tätigkeit betreut sie insgesamt
176 Mädchen. Chronischer Geldmangel treibt sie in Schulden. Der
Frenkendörfer Pfarrer Joh. Jakob Heim übernimmt 1858 die Anstalt. Anne
Dettwiler kann sich dem neuen Regiment nicht fügen und verlässt noch im
gleichen Jahr ihr Lebenswerk. |
DÜRRENBERGER-Fässler
Erika Maria
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*28.02.1908 Basel,
†26.06.1986 Liestal, ref. von Basel und Lauwil.
Tochter des Johannes Otto Fässler,
Lehrer, und der Lina Kreis. ∞1930 Robert Dürrenberger von Lauwil, Arzt in
Reigoldswil.
Ausbildung zur Kindergärtnerin in
Basel sowie zur Pianistin und Organistin an der Musikschule Basel. Zieht in
den 1930er und 1940er Jahren fünf Kinder auf. Dienste für das Rote Kreuz und
für die Flüchtlingshilfe während des Weltkrieges. Jahrzehntelang Organistin
in der Kirche Reigoldswil. Schreibt seit ihrer Jugend Gedichte sowie einige
Kurzgeschichten. Ihre Lyrik ist meist schriftsprachlich und umkreist die
Themen Natur, Umwelt, Musik, Liebe und Tod. Intensiviert ihr dichterisches
Schaffen ab 1975. Ihre Lyrik findet Anerkennung und wird in Büchern und
Literaturbeilagen veröffentlicht. Trägerin des Kantonalen Literaturpreises
von Baselland. |
FEIGENWINTER Maria
Elisabeth
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*30.03.1887 Basel, †10.12.1977 Basel, röm.-kath., von Reinach.
Tochter des Ernst, Rechtsanwalt,
Nationalrat, und der Bertha von Blarer.
Ausbildung in Musik, Pionierin in der
Sozial- und Fürsorgearbeit. Arbeitet ab 1915 gegen den Widerstand des
Vaters, und weil sie glaubt, die Krankheit ihres verstorbenen Bruders
verschuldet zu haben, im Basler Mädchenheim „Rettungsheim“, ab 1927/28
„Katharinaheim“ genannt, eine weltliche, von Rom anerkannte katholische
Sozialinstitution für Erziehung und Fürsorge. Beschafft auf Bettelreisen die
nötigen finanziellen Mittel für den Unterhalt des Heimes.
Nach dem Tod der Gründerin, Frieda
Albiez, erste Generaloberin, leitet sie das Werk von 1922-35 und 1947-1959.
Entwirft und verwirklicht in über 50jähriger Arbeit das Gesamtkonzept des
Werkes. Errichtung von Mädchenwohnheimen sowie
–ausbildungsstätten. Veranlasst die Schaffung einer Fürsorgerinnenschule
(Sozialpädagogisches Schwesternseminar) in Basel. Setzt sich ein für die
Fürsorge und Betreuung weiblicher Gefangener. Gründet ein Therapieheim in
Kastanienbaum LU. Veranlasst die Einrichtung einer Haushaltungsschule für
behinderte Mädchen sowie eine Begegnungsstätte in Lucelle JU. |
GAUSS Julia
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*19.02.1901 Liestal,
†04.12.1985 Basel, ref. von Liestal.
Tochter des Karl, Pfarrer und
Historiker, und der Maria Juliana Birmann.
Bezirksschule Liestal,
Mädchengymnasium Basel; Beginn eines Phil. II-Studiums in Genf; Geschichts-
und Sprachstudium in Basel. Dr. phil. I 1931.
Lehrerin am Basler Mädchengymnasium
1927-61. Erwirbt sich als Historikerin im Bereich der Geistes- und
Religionsgeschichte einen Ruf, der weit über Basel hinausreicht. Übt ihre
wissenschaftliche Tätigkeit neben dem Schuldienst und besonders im Alter
aus. Gegen 80 Publikationen. Dr. theol. h.c. der Universität Zürich 1979,
dessen Preissumme sie der Basler Universitätsbibliothek weitergibt. Setzt in
ihrem Testament mehrere Legate für pädagogische und wissenschaftliche Zwecke
aus, eines davon für das Personenlexikon des Kantons Basel-Landschaft. |
GEERING
Martha (Pseudonym: Ruth WALDSTETTER) |
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*12.11.1882 Basel,
†26.03.1952 Arlesheim, ref. von Basel
Tochter des Johannes Fürchtegott
Adolf, Buchhändler, und der Salome Margaretha Respinger. ∞1912 Eduard
Behrens, Journalist, von Château d’Oex VD.
Freie Evangelische Schule Basel;
Ausbildung zur Lehrerin in Basel; Sprachstudien an der Universität Basel, in
Grossbritannien und Deutschland. Schriftstellerin und Journalistin. Erster
Roman Die Wahl 1910. Lebt 1915-21 in Bern und schreibt Novellen und
Theaterstücke, die am Berner Stadttheater aufgeführt werden. Korrespondentin
der Basler National Zeitung in Paris 1921/22. In Basel tätig ab 1923
(Wohnsitz Arlesheim). Theaterreferentin der NZ. Schreibt weitere
Novellen, Romane. Theaterstücke (uraufgeführt in Basel 1935 und 1942) und
Lyrik. Arbeitet daneben im Vorstand des Schweizerischen
Schriftstellerverbands 1933-43 und im Pen-Club mit. |
GERSTER-Schumacher
Marie Paulina
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*20.07.1873 Laufen,
†10.10.1955, röm.-kath. von Wangen SO
Tochter des Anton, Lehrer und Krämer,
und der Veronika Fry von Laufen. ∞1897 Alphons Ludwig Gerster von Laufen.
Schulen in Laufen. Zusammen mit ihrem
Mann führt sie das Wirtshaus „Lamm“ in Laufen, welches ihre Schwiegermutter
vorher geführt hatte. Als ihr Mann 1890 stirbt, führt sie zusammen mit ihrer
Schwester Anna ein Lebensmittelgeschäft in Laufen. 1908 gründet sie das
Waisenhaus „Maria Hilf“ in Laufen, ihr Schwager Joseph Gerster-Roth wird
dessen Verwalter. Testamentarisch vermacht sie das Haus, in dem sie zusammen
mit ihren Schwestern Anna und Emma wohnte, der Gerster-Schumacher-Stiftung
mit der Auflage, ein Heim für Spitalgeistliche zu gründen. |
GRAF Emma Elise
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*11.10.1865,
Langenthal, †22.11.1926 Bern, ref. von Küttigen AG.
Tochter des Ludwig, Geschäftsführer,
und der Margrith Marti, Wirtin zur Post.
Lehre und Arbeit als Weissnäherin.
Seminar Hindelbank BE. 1884-87 Primarlehrerin in Langenthal BE.
Lehramtsschule der Uni Bern 1892-94, Sekundarlehrerin. Jahr in England. Wahl
an die Mädchensekundarschule Gelterkinden 1895. Kursleiterin und Inspektorin
für Arbeitschulen.
Gründet 1896 die Sektion
Baselland des Lehrerinnenvereins. Phil. I-Studium in Bern ab 1898, Dr. phil.
1902. Sekundarlehrerin und Journalistin, schreibt u.a. auf Empfehlung von
J.V. Widmann für den Bund. Wahl ans Berner Lehrerinnenseminar 1907.
Reiche schriftstellerische und politische Tätigkeit, v.a. für die Sache der
Frau und für den Frieden. Präsidentin des Schweiz. und des Bernischen
Lehrerinnenvereins sowie des Frauenstimmrechtsvereins Bern. Initiantin der
Schweiz. Lehrerinnenzeitung und des Jahrbuchs der Schweizerfrauen.
Mitgründerin des Schweiz. Lehrerinnenheims bei Bern.
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GSCHWIND-Stingelin Maria (Maria Elisabeth) |
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*16.04.1852 Pratteln,
†15.03.1933 Oberwil, ref. von Pratteln.
Tochter des Johann Jakob Stingelin,
Landwirt, und der Anna Maria Schwob. ∞1878 Stephan Gschwind von Therwil.
Mädchensekundarschule
Liestal. Welschland-Sprachaufenthalt; autodidaktische Weiterbildung. Starke
Partnerin und geschäftskundige Helferin ihres Gatten, des bekannten
Unternehmers, Genossenschafters und Sozialpolitikers. Arbeitet tatkräftig in
dessen Unternehmungen und landwirtschaftlichem Betrieb mit, wodurch sie den
Übernamen „Regänt-Stägge“ erhält. Vorstandsmitglied der Krankenkasse
Oberwil, des Frauenvereins und der Freundinnen junger Mädchen. Mitglied der
Basellandschaftlichen Zuchthauskommission. Mitgründerin der reformierten
Kirchgemeinde Oberwil 1912, der sie 1929 Land für eine Kirche und für ein
Pfarrhaus stiftet. |
GSCHWIND-Hofer Maria Rosina
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*03.02.1841 Thun, †10.05.1904 Kaiseraugst, ref./chr.
–kath., von Walkringen BE und Thun.
Tochter des Johann Hofer, Wirt in Biglen BE, und der Anna
Moser. I. ∞1866 Rudolf Zeller von Thun; 2. ∞1876 Paulin Gschwind von Therwil.
Im Erstberuf Modistin. Zweitausbildung zur Primarlehrerin
an der Fröhlich-Schule in Bern. Im Schuldienst in Steffisburg BE 1862-66.
Mutter und Hausfrau, daneben Geschäftsfrau in Thun 1866-1875. Während des
Kulturkampfs Briefwechsel mit Paulin Gschwind, dem Gründer der
christ-katholischen Kirche der Schweiz. Verwitwet, heiratet sie diesen.
Bildet sich als Pfarrfrau in Volkswirtschaft und Ernährungsfragen weiter.
Mitgründerin und erste Präsidentin des Schweiz. Gemeinnützigen Frauenvereins
1888. Betreibt eine Haushaltungsschule in Kaiseraugst 1889-1902.
Prüfungsexpertin und Mitglied verschiedener Fachkommissionen des
Haushaltungswesens. |
GUTZWILLER Anna
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*29.03.1904 Liestal, †25.05.1981 Bern, ref. von Therwil.
Tochter des Hugo, Arzt, und der Bernhardine Graf.
Schulen in Liestal;
Soziale Frauenschule Zürich. Wird 1935 zur zweiten Polizeiassistentin des
Kantons Bern. Erregt Aufsehen sowohl als Pionierin in einem damals noch
weitgehend den Männern vorbehaltenen Beruf, wie auch als Sportlerin. Sie ist
bernische Interclub Tennismeisterin und geht 1936 bei einer Prüfung im 400m
Distanzschwimmen von 22 Polizisten und einer Polizeiassistentin als Siegerin
hervor. Aktiv auch im Zonta-Club und im Frauen-SAC.
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GYSI-Dürst Annemarie
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*24.03.1838 Glarnerland, †1892 Waldenburg.
Tochter des Heinrich Dürst, Kleinbauer und
Druckereiarbeiter, und der Anna Tschudy.
∞1865 Samuel Gysi von Arlesheim.
Schulbesuch während vier
Winter; Lehre als Stoffdruckerin 1851-53. Verliert zwölfjährig ihre Mutter
und wird nach ihrer Lehre zur Hauptstütze der Familie. Erwirbt in Glarus den
Ruf einer Helferin aller Bedürftigen. Durch die Heirat wird sie 1865 Bäuerin
auf dem Rütihof bei Arlesheim. Ist mit ihrem sechsten Kind schwanger, als
ihr Mann von einer Tanne erschlagen wird. Steht mit hohen Schulden alleine
da. Verkauft Land und das meiste Vieh zur Bezahlung der Schulden. Lernt
posamenten und schafft es, als Weberin und Bäuerin die Familie zu ernähren
und beisammenzuhalten. Erwirbt das verkaufte Land zurück und übergibt den
Rütihof nach 15 Jahren ohne Schulden ihrem ältesten Sohn. Ausserordentliche
Helferin und Pflegerin in Arlesheim.
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HAUMÜLLER-Müller Emma
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*07.04.1879 Liestal, †25.02.1959 Basel, ref. von
Langenbruck und Liestal.
Tochter des Eduard Müller, Baumeister und der Emma
Thommen.
∞1910 Johann Jakob Haumüller von Arisdorf.
Lebt in Liestal und ist
im ganzen Kanton in vielen sozialen Belangen aktiv. Mitgründerin und
langjährige Präsidentin der Frauenzentrale Baselland; Ehrenmitglied 1955.
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HEINIMANN Maria (Pseudonym
Cornelia HEIM) |
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*21.08.1907, †03.03.1956 Basel, ref. von Bennwil
Tochter des Heinrich, Kantonspolizist, und der Lydia
Schmutz.
Schulen in Diegten, Gelterkinden und Binningen. Handels-
und Verkehrsschule Olten; Welschlandjahr. Telefonistin in Gelterkinden,
danach 26 Jahre lang Sekretärin beim F. Reinhardt Verlag in Basel.
Sekretärin der Armenpflege Gelterkinden. Schreibt in Mundart und
Schriftsprache Gedichte und Erzählungen, die in Zeitschriften, im
Baselbieter Heimatbuch und im Bändchen unter dem eigenen Namen
erscheinen. Ihre Hörfolge D’Füfzger-Note wird in Radiowettbewerb
preisgekrönt. Vorstandsmitglied beim Basler Schriftstellerverein.
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HERWEGH-Siegmund Emma
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*10.06.1817 Magdeburg, †13.02.1904 Paris, begraben in
Liestal, ref. von Magdeburg, Berlin und Augst.
Tochter des Johann Gottfried, Seidenhändler. ∞1843 Georg
Herwegh, Dichter von Darmstadt.
Private Ausbildung:
Erlernen mehrerer Sprachen, Erwerb aussergewöhnlicher Kenntnisse in
Literatur und Geschichte. Ausbildung auch zur Pianistin und Malerin. Lernt
Georg Herwegh durch dessen Gedichte eines Lebendigen kennen und wird
seine Lebensgefährtin. Muse und politische Mitkämpferin. In Paris ab 1844.
Beteiligt am Freischarenzug nach Baden 1848. Lebt getrennt vom Gatten
1850-52 in Nizza. Enge Beziehungen zu italienischen Patrioten, besonders zu
Felice Orsini. Zurück zu Herwegh nach Zürich 1853. Nach Amnestie für
politische Flüchtlinge Übersiedlung nach Baden-Baden 1866. Als Witwe 1877
nach Paris. Hier Übersetzerin. Französischlehrerin von Frank Wedekind 1892,
enge Freundschaft mit ihm.
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HOFSTETTER-Schweizer Dora
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*15.04.1923 Zürich, †15.04.1986 Pontresina GR, ref., von
Langnau i.E.
Tochter des Armin Schweizer, Rechtsanwalt, und der
Margaretha Schatzmann. ∞1949 Fritz Hofstetter.
Gymnasium und Studium in
Zürich. Dr. iur. Nimmt, als ihre Kinder erwachsen werden, Teilzeitstelle als
wissenschaftliche Sekretärin im Schweiz. Institut für Volkskunde in Basel an
und beginnt, sich in der Politik zu engagieren. Als Vertreterin der SP im
Einwohnerrat Reinach ab 1972 und im Landrat 1973-81. Mitglied der Finanz-
und der Datenschutzkommission sowie der vorberatenden Kommission für neues
Advokaturgesetz (Präsidentin) und für neues Energiegesetz. Verfassungsrätin
1979-81. Oberrichterin 1981-86. Delegierte der SP Baselland in der
Oberrheinischen Sozialistischen Internationale. Mitglied des Baselbieter
Heimatschutzes (Kassierin), der Berghilfe und der Aktion Pro Bruderholz.
Spezialistin für Finanz- und Rechtsfragen. Setzt sich für die Besserstellung
der Frau ein.
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HOLMES Louise
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*24.12.1891 Grimsbury (England), †22.04.1981 Frenkendorf,
ref. britische Staatsangehörige, seit 1906 von Diegten.
Tochter des Frank George, Landwirt, britischer
Staatsangehöriger, und der Anna Maria Dürrenberger von Diegten.
Wächst auf einem Hof bei
Frenkendorf auf. Ausbildung zur Primarlehrerin. Während 18 Jahren Lehrerin
in Läufelfingen. Rückkehr nach Frenkendorf. Daneben Lehrerin an der
hauswirtschaftlichen Fortbildungsschule in Lausen . Gründerin der
Bäuerinnenvereinigung beider Basel 1930, Präsidentin bis 1970.
Vorstandsmitglied des Schweiz. Landfrauenverbandes ab 1932 (10 Jahre
Vizepräsidentin) und des Schweiz. Bauernverbandes ab 1941. Mitglied der
Aufsichtskommission der Hauswirtschaftsschule im Ebenrain ab 1942. Setzt
sich mit Erfolg für verbesserte Aus- und Fortbildung der Bäuerinnen sowie
für die Förderung des Haushalt-Lehrwesens und eine Berufsprüfung für
Bäuerinnen ein.
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HUNZIKER-Thommen Marie
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*07.04.1839 Waldenburg, †07.02.1907 Aarau, ref. von
Waldenburg und Aarau.
Tochter des Martin Thommen, Geschäftsmann und
Oberrichter, und der Katharina Schneider.
∞1864 Wilhelm Hermann Hunziker von
Aarau.
Schulen in Waldenburg,
Welschlandjahr; Konfirmationsunterricht bei Dichterpfarrer Friedrich Oser.
Lebt als junge Erwachsene im elterlichen Haus und hilft im Geschäft mit.
Zieht bei ihrer Eheschliessung nach Schönenwerd SO, später nach Aarau. Zwei
Kinder. Schreibt seit ihrer Jugend Lyrik, in der sie v.a. ihre Gefühle
ausdrückt. Fast die Hälfte der Gedichte, die im Aargau viel gelesen wurden,
steht im Zusammenhang mit dem Jahreskreislauf. Ihre Formen weisen auf
musikalische Begabung der Dichterin hin. Carl Spitteler lobt sowohl ihre
formale Technik als auch, wie sie sich inhaltlich ausdrückt.
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ISOLANI-Perl Betty
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*21.07.1873 Kurnik bei Posen, †15.08.1978 Riehen, isr.
von Kurnik und Marienburg (Westpreussen).
Tochter des Louis Perl, Getreidehändler, und der Cäcilia
Spiro. ∞1895 Eugen Isolani von Dresden.
Ausbildung (Gesang und
Klavierspiel) in Posen. Lebt nach ihrer Eheschliessung seit 1894 in Dresden,
ab 1900 in Berlin. 1899 Geburt ihrer Tochter Gertrud. Bis in die 1920er
Jahre hinein Mittelpunkt eines Kreises prominenter Persönlichkeiten aus
Politik, Literatur, Theater und Musik. Schauspielerin in Nebenrollen
verschiedener Stummfilme. Verwitwet 1932. Flieht mit Tochter und
Schwiegersohn 1933 vor den Nazis nach Paris. Lebt dort 14 Jahre lang,
versteckt sich 1940-44 vor der Gestapo. Kommt 1947 nach Binningen.
Lebensabend im Heim La Charmille in Riehen. Organisiert noch jahrelang
Konzerte und Dichterlesungen.
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SOLANI (verh. Sternberg)
Gertrud |
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*07.02.1899 Dresden, †18.01.1988 Riehen, isr., von
Marienburg (Westpreussen) und Binningen (1963).
Tochter des Eugen Isolani, Journalist, und der Betty
Perl. ∞1921 Berthold Sternberg von Berlin.
Intellektuell stimulierendes Elternhaus. Gymnasium in
Berlin. Beginnt mit 17 Jahren Feuilletons und Zeitungsartikel zu schreiben.
Veröffentlicht 1919 erstes Buch. Nimmt als Journalistin und Schriftstellerin
aktiv am literarischen Leben in Berlin der 1920er Jahre teil. Wird im
aufkommenden Nationalsozialismus als jüdische Persönlichkeit Zielscheibe der
Hitleranhänger. Emigriert 1933 nach Paris, arbeitet in der Redaktion des
Pariser Tagblatts. Nach dem Einmarsch der Deutschen 1940 mit ihrer
Tochter im Frauenlager Gurs in Südfrankreich. Wieder frei mit ihrem Mann
zwei Jahre im Untergrund. Flucht in die Schweiz Ende 1942. Hier in
verschiedenen Flüchtlingslagern. Kommt 1944 nach Binningen und lässt sich
hier nieder. Weiterhin als Journalistin und Schriftstellerin tätig. Schreibt
Romane, Novellen, Theaterstücke und Memoiren. Lebensabend im Heim La
Charmille in Riehen. |
JAUSLIN Elisa
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*03.11.1845 Thürnen, †18.03.1882 Basel, ref. von Thürnen.
Tochter des Johannes und der Eva Grieder.
Sekundarschule in
Gelterkinden. Töchterfortbildungsschule in Bern. Lehrerinnen-Diplom 1866.
Pensionat Avenches. Primarlehrerin in Kehrsatz BE 1866-71. Erste
Sekundarlehrerin in Gelterkinden 1871-82. Assistiert gelegentlich dem
Gelterkinder Arzt Julius Gelpke bei Operationen, infiziert sich dabei und
stirbt 36jährig an Diphtherie.
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KOETTGEN Anna Elisabeth
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*09.02.1867 Märkisch-Langenberg, †27.12.1909 Steffisburg
BE, ref. von Buckten.
Tochter des Fritz, Gerber, und der Rosine Gysin.
Seit 1870 in Liestal, wo
die Eltern ein eigenes Geschäft betreiben. Die aus Buckten stammende Mutter,
die im Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenverein mitarbeitet, verhilft
Anna zu der für einen Hochschulzugang notwendigen Bildung. Anna studiert ab
1892 in Basel Medizin bis zum 2. propädeutischen Examen, danach in Zürich.
Dr. med. 1899. Erste Ärztin aus dem Kanton Baselland. Beruflich ab 1900 zu
verschiedenen Malen in Biel BE tätig, wo sie sich 1905 als Ärztin
niederlässt. Erkrankt 1908 schwer und stirbt in Sanatorium im Berner
Oberland.
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KREIS-Weber Erna (Pseudonym Maria MODENA)
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*24.09.1899 St.
Gallen, †01.01.1989, röm.-kath. von St. Gallen
Tochter des
Hermann Wilhelm Ludwig Weber, Kaufmann, und der Alice Claire Déteindre,
∞1923 Traugott Walter Kreis von Neukirch-Egnach TG und Steckborg TG.
Beginnt Literaturstudium
in Zürich, setzt es autodidaktisch fort. Schriftstellerin und Übersetzerin.
Wohnt und arbeitet seit 1924 in Binningen. Zieht zwei Kinder gross. Schreibt
parallel Lyrik, Märchen, Novellen, Kunstbetrachtungen und Reisenotizen, die
sie teil in den Basler Nachrichten (1933-51) und in der Wochenschrift
Das Goetheanum, teil separat publiziert. Schreibt später auch
Legenden, Dramen und ein Hörspiel. Setzt sich seit 1952 zunehmend mit
italienischer Literatur, Sprache und Kultur auseinander und wird besonders
in Rom bekannt. Mitglied verschiedener Berufsverbände und Akademien in
Italien, Kanada und USA.
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KUNZ Maria
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*03.02.1899
Sissach, †04.05.1985 Queenstown (Südafrika), röm.-kath. von Sissach.
Tochter des
Niklaus, und der Mina Emma Meier.
Seminar Kloster Menzingen;
Matura; Studium in Fribourg und Basel. Dr. med; britisches Staatsexamen in
Dublin; tropenärztliche Spezialausbildung in Würzburg und London.
Missionsärztin in Mc Kay’s Neck, Südwestafrika, seit 1936. Zunächst als
Fachfrau ganz isoliert. Regierungsärztin und Chefärztin des in der Nähe
eröffneten Glen Grey Mission Hospital ab 1941. Vierzig Jahre lang Medical
Superindentant dieses rasch wachsenden Krankenhauses. Daneben bis 1976
Betreuerin von rund 100'000 Menschen in den Dörfern. Stellt ihr Gehalt dem
Spital zur Verfügung. Beschafft während ihrer Ferienaufenthalte in der
Schweiz Mittel für weitere soziale Einrichtungen. Mit dem „Lateran-Kreuz“,
dem höchsten Orden des Vatikans ausgezeichnet.
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La ROCHE Maria
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*07.04.1870
Ziefen, †16.07.1952 Riehen, ref. von Basel.
Tochter des Johann
Emanuel, Pfarrer und Konservator, und der Esther Valeria Stockmeyer.
Gewerbeschule Basel, Privatschülerin von Fritz Schider, weitere Ausbildung
in Dresden, Frankfurt und Karlsruhe sowie im Atelier für Architektur und
dekorative Kunst bei München. Als Malerin und Grafikerin eigenes Atelier in
Basel ab 1914. In Paris 1924/25 und Zürich 1927/30. Malt und zeichnet zuerst
v.a. Landschaften und Stadtansichten sowie Stillleben. Wird ab ca. 1930
bekannt durch ihre Blumenbilder. Als Grafikerin: Kleingrafik, Plakate und
Tapetenmuster. Mitglied der „Walze“, des Werkbunds, des Lyceums-Clubs und
Ehrenpräsidentin der Gesellschaft schweizerischer Malerinnen und
Bildhauerinnen.
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LENDORFF Gertrud Valentine
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*13.05.1900
Lausen, †26.07.1986 Sigriswil BE, ref. von Basel.
Tochter des
Ernst, Pfarrer, und der Valentine Staaehelin.
Freie Evangelische
Schule, dann Gewerbeschule Basel, Privatstunden, Matura 1925, Studium der
Kunstgeschichte in Basel und München. Dr. phil. 1932. Schon vor der Matura
schreibt sie Märchen und Kinderbücher. Lebt und arbeitet als
Schriftstellerin in Basel, im Alter in Sigriswil. Verfasst in den dreissiger
Jahren zwei Romane, danach Detektivgeschichten. Führt als Auftragsarbeiten
aus: drei Basler Stadtmonographien, eine Biographie über die Malerin Sybille
Merian und die Kleine Geschichte der Baslerin. Aus der Zusammenarbeit
mit Ellen Widmann heraus entstehen seit den vierziger Jahren Dialektstücke.
Die Hörspielserie Vor hundert Jahren macht sie in der ganzen Schweiz
bekannt. Aktiv in der Frauenbewegung und besonders im Lyceum-Club.
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LOTZ Marie
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*06.11.1877,
†13.10.1970 Birsfelden, ref. von Basel.
Tochter des
Johann Jakob Rudolf, Bank-Kassier, und der Maria Ecklin.
Töchterschule Basel,
Lehrerinnendiplom, Klavier- und Gesangsausbildung am Konservatorium Basel.
Während zehn Jahren als Musikerin und Musiklehrerin in Basel tätig. Wendet
sich 1908 der Malerei zu. Ausbildung in München und Dachau. Lebt und
arbeitet 1910/11 abwechselnd in München und in der ungarischen
Künstlerkolonie Nagy Banya. In Paris weiteres Studienjahr 1912. Freie
Künstlerin in Basel bis 1920. Lässt sich anschliessend in Birsfelden nieder,
wo sie bis zu ihrem Tod lebt und arbeitet. Malt Ölbilder und Aquarelle, v.a.
Stillleben, besonders Blumen, Portraits, Figurenkompositionen und einige
Landschaften.
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MANGOLD Lisi
(Annalise) |
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*24.04.1950
Liestal, †04.01.1986 Böckten, von Bern und Trub BE.
Tochter des Ernst
Heinrich von Böckten, und der Anna Wüthrich.
∞1970 Johann Christoph Siegenthaler von Bern und Trub.
Schauspielausbildung in Zürich. Danach am Schillertheater Berlin unter Franz
Xaver Kroetz. Während fast 10 Jahren Mitglied des Ensembles der Kammerspiele
in München, v.a. in Inszenierungen von Ernst Wendt, dem sie auch ans
Schauspielhaus Hamburg folgte. |
MARTIN Vreni
(Verena)
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*28.01.1923
Frenkendorf, †07.05.1980 Frenkendorf, ref. von Frenkendorf.
Tochter des Hans,
Gemeindeverwalter, und der Mathilde Bielser.
Schulen in Frenkendorf,
Liestal und Basel, Beginn eines Studiums der Rechte. Direktionssekretärin in
einer Prattler Unternehmung. Als Vertreterin der FDP Gemeinderätin in ihrer
Heimatgemeinde ab 1974, Finanzchefin. Wird durch Kampfwahl gegen
SP-Kandidaten 1975 erste Gemeindepräsidentin im Kanton Baselland. Leiterin
der Polizei sowie des Vormundschafts- und Fürsorgewesens. Trägt durch ihren
Führungsstil zu gutem Klima in der Gemeinde bei. Stirbt wenige Monate nach
Beginn ihrer zweiten Amtszeit.
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MOSER-Bürkle
Martha (Pseudonym Barbara Suter) |
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*19.05.1910
Sissach, †31.08.1987 Sissach, ref. von Sissach.
Tochter des
Eduard Bürkle, Bürstenhändler, und der Maria Emilie Suter.
∞1955 Bernhard
Moser von Hägendorf SO.
Schulen in
Sissach, Handelsschule. Kaufmännische Angestellte bis 1930. Wird nach
Krankheitsaufenthalt in Davos Fürsorgerin beim Basler Frauenverein und
Sekretärin des Schweiz. Lehrerinnenvereins. Während des Weltkriegs im
„Zufluchtshaus“ in Basel tätig. Fürsorgerin an der Neurologischen Klinik der
Universität Basel 1959-72. Ist besonders für Multiple Sklerose-Patienten
tätig und führt das Reiten als Therapie für Gelähmte ein. Wird sowohl von
der Deutschen wie auch von der Schweizerischen MS-Gesellschaft
ausgezeichnet. Schreibt in ihrer Freizeit Gedichte und Erzählungen, die sie
in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, sowie Künstlermonographien
für das Baselbieter Heimatbuch. Ihr Dialektspiel Alarm-Zyte
wird 1966 von der Kantonalen Literaturkommission prämiert. |
NEBIKER Helene
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*27.08.1898
Pratteln, †12.04.1966 Herzogenbuchsee BE, ref. von Pratteln.
Tochter des
Johann Friedrich und der Maria Magdalena Seiler von Pratteln.
Aufgewachsen in Pratteln,
Erwerb der Lehrpatente für Mädchenhandarbeit und Hauswirtschaft in Basel.
Arbeitslehrerin in Pratteln. Kantonale Expertin für Mädchenhandarbeit und
hauswirtschaftlichen Unterricht ab 1949, später erste Inspektorin für die
hauswirtschaftlichen Fortbildungsschulen, Präsidentin des Arbeits- und
Haushaltslehrerinnenvereins BL. Setzt sich erfolgreich für eine verbesserte
Aus- und Weiterbildung sowie für eine gesicherte wirtschaftliche Stellung
der Arbeitslehrerinnen ein; „erste inspektorale Gestalterin“ der Ausbildung
von Mädchen. Mitglied des Zentralvorstands des Schweiz.
Arbeitslehrerinnenvereins.
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RICHTERICH-Beck Rosa
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*07.04.1901
Birsfelden, †26.11.1984 Laufen, ref. von Seeberg BE.
Tochter des
Albert Beck und der Karolina Schaub. ∞1928 Emil Wilhelm Richterich, Gründer
der Confiseriefabrik Ricola & Co., von Laufen.
Nach der Schulzeit in
Birsfelden Lehre als Verkäuferin bei einem Basler Kunsthändler, wo ihr
kulturelles Interesse geweckt wird. Anschliessend arbeitet sie als
Verkäuferin in einer Confiserie. Nach ihrer Heirat kommt sie 1928 nach
Laufen und leitet die Bäckerei, während ihr Mann sich der Confiseriefabrik
annimmt. Sie teilt das Kunstinteresse ihres Mannes und pflegt Kontakte zu
zahlreichen Künstlern. 1975 gründet sie zusammen mit ihren beiden Söhnen im
Andenken an ihren Mann die Emil-Richterich-Stiftung.
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SACHER-Stehlin Maja
(Taufname: Marie-Anne) |
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*07.08.1896 Basel, †08.08.1989 Pratteln, ref. von Basel.
Tochter des Fritz Stehlin, Architekt, und der Helene von
Bavier. 1. ∞1921 Emanuel Hoffmann von Basel; ∞1934 Paul Sacher von Basel.
Schule in Basel; Ausbildung zur Bildhauerin durch Baronin
Wildenstein in München und A. Bourdelle in Paris. Begeistert sich mit ihrem
ersten Mann, welcher der Gründerfamilie der Firma Hoffmann-LaRoche angehört,
für Gegenwartskunst. Die beiden treten in Kontakt mit Künstlern und
beginnen, Kunstwerke zu sammeln. Nach dem Tode ihres Mannes 1932 gründet sie
1933 in Basel die Emanuel-Hoffmann-Stiftung, die in die Zukunft weisende
Kunstwerke kauft und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Findet durch ihren
zweiten Gatten, den Dirigenten Paul Sacher, Zugang auch zur modernen Musik.
Lebt mit ihm seit 1936 in einem von ihr entworfenen Landhaus bei Pratteln.
Hier beherbergen die beiden immer wieder in Not geratene Künstler und
entwickeln als Mäzene eine fruchtbare Tätigkeit. In Basel wird das von Maja
Sacher gestiftete Museum für Gegenwartskunst 1980 eröffnet. |
SCHAFFNER Maria Tabitha
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*19.04.1863 Biel-Benken, †05.11.1932 Basel, ref. von
Anwil.
Tochter des Johann Jakob, Lehrer, und der Maria Tabitha
Hofmann.
Töchterschule Basel und
Welschlandjahr. Abschluss mit Diplom als Lehrerin. Erzieherin in Brasilien
1884-86. Haustochter bei ihren Eltern und Heimarbeiterin für Strickwaren
1886-1905. Sensibilisierung für die Nöte der Heimarbeiterinnen. Als
Assistentin beim Gewerbeinspektorat ab 1905 erste Beamtin in Basel-Stadt.
Setzt sich politisch für die Besserstellung der Frauen und besonders der
Heimarbeiterinnen ein. Im Ersten Weltkrieg Leiterin der Staatlichen
Hilfskommission für in Not geratene Basler Familien. In ihrer Wohnung wird
1916 die Basler Vereinigung für das Frauenstimmrecht gegründet, der auch
Baselbieterinnen angehören; im Vorstand bis 1922. Für die Eidgenossenschaft
Vertreterin bei der internationalen Kommission für Frauenfragen 1920-22.
vertritt die Schweiz an der 5. Internet. Arbeitskonferenz in Genf 1923.
Mitgründerin und Vorstandsmitglied der Schweizer Sektion der Liga für
Frieden und Freiheit.
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SCHWAB-Plüss Margaretha
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*22.08.1881 Mülhausen, †19.09.1967 Sissach, ref. von
Aarburg und Sissach.
Tochter des Rudolf Plüss, Apotheker, und der Mathilde
Obrer. ∞1908 Theodor Schwab von Freiburg.
Schulen in Sissach und
Basel; Studium der Sprachen, Literatur und Kunstgeschichte in Basel und
Bern. Dr. phil. 1908. Im gleichen Jahr erscheint ein Bändchen mit
Dialektgedichten von ihr. Schreibt in den folgenden Jahrzehnten Dramen,
Erzählungen, Gedichte, Märchen, Kinderbücher, Novellen und Romane, teils in
Mundart, teils auf Hochdeutsch. Vieles wird gedruckt, manches bleibt
unveröffentlicht. Sie interessiert sich besonders für Geschichte; für ihre
Recherchen leistet sie umfangreiche Übersetzungsarbeit aus dem
Französischen, Rätoromanischen, Spanischen, Italienischen und Englischen.
Sie erhält mehrere Literaturpreise, so 1955 jenen des Basellandschaftlichen
Literaturkredits für ihren Roman Im Tannenrain.
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SCHWABE Ida Gertrud
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*20.04.1886 Basel, †11.02.1980 Münchenstein, ref. von
Basel.
Tochter des Friedrich Ernst Alexander, und der Ida Sophia
Hegar.
Schulen in Basel;
Ausbildung zur Kunstmalerin an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel 1907-11;
Weiterbildung in München und Paris. Lässt sich in Münchenstein (Neue Welt)
nieder. Wird mit ihrer gegenständlichen Malerei in Öl und Aquarell vor allem
durch Landschaften, Porträts und Stillleben bekannt. Zu den Landschaften
gehören solcher der Provence , der Côte d’Azur, aber auch der nahen und
weiteren Umgebung von Basel. Manche ihrer Werke gehen in öffentlichen Besitz
über. Initiantin, Gründerin 1917 und viele Jahre Präsidentin der
Gesellschaft schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen und
Kunstgewerblerinnen (GSMBK).
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SCHWEIZER-Buser Ida
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*12.03.1925 Liestal, †01.09.1985 Oberdorf BL, ref. von
Zunzgen.
Tochter des Traugott Buser, Landwirt, und der Anna
Scheuermann. ∞1946 Hans Schweizer von Oberdorf.
Wächst in Niederdorf auf;
Bezirksschule Waldenburg. Mitarbeit im elterlichen Bauernbetrieb, in den
Wintermonaten Arbeit in einer Uhrenfabrik. Schreibt – neben ihrer Arbeit als
Hausfrau und Mutter sowie neben ihrer Tätigkeit in einer Halbtagesstelle –
Mundart-Gedichte und Erzählungen. Setzt sich darin mit Themen aus dem
ländlichen und bäuerlichen Lebenskreis auseinander. Veröffentlicht sie in
Zeitschriften und in einem Bändchen unter eigenem Namen. Liest sie auch an
Vortragsabenden und in Radiosendungen vor. Mehrmals ausgezeichnet, u.a. von
der Literaturkommission Baselland 1975. Verschiedene ihrer Texte werden
vertont und finden besonders bei Trachten- und Jodelleuten Anerkennung. Ist
selber aktives Mitglied der Trachtengruppe Liestal.
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SPITTELER-Brodbeck Annette
(Anna Dorothea) |
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*11.06.1827 Liestal, †07.03.1913 Zürich, ref. von
Liestal.
Tochter des Andreas Brodbeck, Bierbrauer, und der Verena
Dettwiler.
∞1843 Karl Spitteler von Bennwil und Liestal.
Schule in Liestal; 2 Jahre in Pensionaten in Payerne und
Rolle. Heiratet mit 16 Jahren den mehr als doppelt so alten späteren
Landschreiber und Oberrichter Karl Spitteler. Gebiert mit 18 Jahren Carl,
den späteren Dichter. Ist mit ihrem phantasie- und gefühlvollen Wesen
prägend für ihn sowie für dessen jüngeren Bruder Adolf. Mit ihrer Familie in
Bern 1849-56. Übernimmt die Leitung eines Tuchladens in Liestal 1857. Steht
in den Konflikten zwischen Vater Karl und Sohn Carl zwischen den beiden.
Verwitwet 1878, verkauft ihr Geschäft und zieht zu Carl. Bleibt in dessen
Haushalt bis 1909. Ermöglicht Carl finanziell immer wieder Publikationen.
Letzte Lebensjahre bei Sohn Adolf. |
STÄHELIN Maggy (Maria Margaretha) |
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*17.07.1870 Arlesheim, †24.04.1959 Basel, ref. von Basel.
Tochter des Rudolf, Professor für Kirchengeschichte, und
der Maria Stockmeyer.
Schulen in Basel; Bildung in Kirchen- und
Kulturgeschichte durch den Vater; Aufenthalt in England. Übersetzerin von
Briefen und Werken von George Fox, Oliver Cromwell und John S. Rowntree.
Schreibt als Schriftstellerin Erzählungen, Theaterstücke und Jugendbücher.
Bekannt werden z.B. ihr Stück Felix Platter, der Basler Stadtarzt
(abgedruckt im Basler Jahrbuch 1909), die Erzählung für Kinder Der
Jodel-Seppli 1923 und ihr Festspiel für das Basler Waisenhaus 1929.
Ausserdem schreibt sie Verse in Basler Mundart. Während mehr als 30 Jahren
des Stern, Organ der Freundinnen junger Mädchen. |
SUTER-Roth Louise Amanda
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*26.08.1899 Reigoldswil, †05.03.1965 Basel, ref. von
Reigoldswil.
Tochter des Kasimir Roth, Stuhlschreiner, und der Louise
Amanda Jörin.
∞1926 Paul Suter von Arboldswil.
Schulen in Reigoldswil
und Waldenburg. Welschlandjahr bei Grossbauernfamilie in Sottens VD; Lehre
als Damenschneiderin in Liestal. Die Eltern erfüllen ihr den Wunsch,
Lehrerin zu werden, nicht. Einige Zeit als selbständige Schneiderin tätig.
Nach ihrer Heirat Hausfrau und Mutter. Mundarterzählerin bei Heimatsendungen
des Radiostudios Basel und bei Aufnahmen des Schweiz. Sprachatlas während
des Zweiten Weltkriegs. Besucht währen des Zweiten Weltkriegs auf der
Wasserfalle Internierte und liest ihren Texte z.B. von Spitteler vor. Tritt
mit eigenen dramatischen Versuchen und Kurzgeschichten an die
Öffentlichkeit. Zweimal Preisträgerin bei literarischen Wettbewerben.
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VISCHER-Alioth Elisabeth
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07.09.1892 Arlesheim, †20.08.1963 Riehen, ref. von
Arlesheim und Basel.
Tochter des Rudolf Alioth, Elektroingenieur, und der
Bertha von Speyr. ∞Eberhard Vischer von Basel.
Privatschulen in Basel,
Pensionat in Genf; Soziale Frauenschule in Berlin. Sekretärin und
Journalistin. Vorkämpferin für das Frauenstimmrecht in der Schweiz.
Vorstandsmitglied der Frauenunion Basel ab 1914 und der Vereinigung für
Frauenstimmrecht Basel ab 1920, Präsidentin 1922-35. Beim Bund Schweiz.
Frauenvereine Aktuarin 1923-26. Beim Schweiz. Verband für Frauenstimmrecht
Mitglied des Zentralvorstandes 1929-36 und Präsidentin 1940-52.
Ehrensekretärin des Frauenweltbundes für gleiches Recht und gleiche
Verantwortung 1946-52. Vorstandsmitglied des neu organisierten Bundes
Schweiz. Frauenvereine 1949-57. Erste Frau in der Bürgerkommission Basel
1955. Mitglied des Weiteren Basler Bürgerrates 1961-63, Alterspräsidentin
1962/63.
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WAGNER-Meyer Milly
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*13.07.1925 Muttenz, †18.08.1976 Basel, ref. von Aesch,
später von Gelterkinden.
Tochter des Traugott Meyer, Mundartdichter,
Sekundarlehrer, und der Julie Emilie Keller. ∞1952 Johannes Wagner von
Gelterkinden.
Kindheit in Muttenz; ab
1929 in Basel; Mädchengymnasium, Kindergärtnerinnenseminar. Kindergärtnerin
1947-51. Nach Heirat kurze Zeit in Liestal. Mitarbeiterin am Schweizer Radio
(Studio Basel); pädagogische Vorträge „Vom Umgang mit unseren Kleinen“,
später rund 60 halbstündige Sendungen „wo mir Grosse glai gsi sin“ 1960-65.
Nimmt Gesangsstunden, malt und zeichnet. Schreibt märchenhafte Erzählungen,
Gedichte und Aphorismen, die erst nach ihrem Tod veröffentlicht werden.
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WEBER-Buser Mina
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*10.03.1860 Känerkinden, †09.02.1955 Liestal, ref., von
Reigoldswil.
Tochter des Jakob, Bauer, von Känerkinden, und der Amalia
Bieder. ∞1889 Wilhelm Weber von Reigoldswil, Metzger und Wirt im Liestal.
Lehre als Köchin in einem
renommierten Restaurant in Basel. In vornehmen Häusern von London und Paris
tätig. Wirtet mit ihrem Mann in Liestal und führt den Gastbetrieb auch nach
dessen Tod weiter. Zieht 1920 mit ihren fünf Kindern von Liestal nach
Gelterkinden und übernimmt pachtweise das Restaurant Hofmatt; dank ihrer
hervorragenden Kochkünste und der Mithilfe der Kinder bringt sie das Haus zu
neuer Blüte. Wegen prekärer Raumverhältnisse läuft der Betrieb nur im Sommer
gut. Als zusätzliche Beschäftigung werden im Winter Caramels (Rahmtäfeli)
industriell hergestellt. Eine Teilnahme als Aussteller an der Mustermesse in
Basel bringt dem Kleinunternehmen einen unerwarteten Erfolg.
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WEBER Minnie (Mina) |
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*27.04.1891 Liestal, †06.05.1984 Gelterkinden, ref., von
Reigoldswil.
Tochter des Wilhelm, Metzger, und der Mina Buser.
Ausbildung zur Modistin. Arbeitet jedoch im mütterlichen
Gastwirtschaftsbetrieb in der Hofmatt in Gelterkinden und bei der
Herstellung von Rahmtäfeli mit. Vorerst im Aussendienst des kleinen
Unternehmens tätig, wo neben den Familienangehörigen noch 1-2 Mitarbeiter
beschäftigt sind. Übernimmt nach dem Austritt des Bruders mit ihrer
Schwester Julie die Rahmtäfeli-Fabrik und wird nun auch Geschäftsführerin.
(Der Umstand, dass eine Frau in den 30er Jahren „auf Reise“ ging und
Wiederverkäufer wie Konfiserien und Warenhäuser besucht, mag wesentlich zum
Erfolg des Unternehmens beigetragen haben, denn Handelsreisender war
eigentlich ein reiner Männerberuf). Die Confiserie-Fabrikation ist mit der
Zeit so erfolgreich, dass der Wirtschaftsbetrieb aufgegeben und in eine
neuerbaute Liegenschaft verlegt werden kann. 1954 verkaufen die beiden
Schwestern ihr Rezept und die Werkzeuge einer Konfiseriefabrik im Aargau und
setzen sich zur Ruhe. Als einzige Frau Mitglied des Rotary-Clubs Bern. |
WEGMANN Ita
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*22.02.1876 Krawang (Westjava), †04.03.1943 Arlesheim,
holländische Staatsangehörige.
Tochter des Wilhelm, Verwalter, und der Wendrika Offers.
Schulen in Java und
Holland; Gymnastik- und Massageausbildung ca. 1902; Erwerb der Matura in
Zürich 1905; Studium, Dr. med. 1911; Studium der Geisteswissenschaft von
Rudolf Steiner. Führt in Zürich eigene Praxis und entwickelt mit Steiner
zusammen eine durch die Anthroposophie erweiterte Form der Medizin. Zieht
1920 in die Region Basel und eröffnet in Dornach 1921 das
Klinisch-Therapeutische Institut, d.h. eine Klinik. Leitet diese und baut
sie in den folgenden 22 Jahren auf. Veröffentlicht mit Steiner 1923 das Werk
Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach
geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen. Mitgründerin der Allgemeinen
Anthroposophischen Gesellschaft und der Medizinischen Sektion der Freien
Hochschule für Geisteswissenschaften im Goetheanum in Dornach, Leiterin
derselben. Gründerin und Präsidentin der Weleda AG für pharmazeutische und
kosmetische Produkte. Gründerin und Herausgeberin der Fachzeitschrift
Natura. Leiterin auch der Klinikerweiterung „Sonnenhof“ in Arlesheim.
Widmet sich hier heilpädagogisch auch behinderten Kindern.
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WIDMANN-Wimmer Charlotte
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*28.08.1814 Wien, †22.02.1867 Liestal, von Wien und Augst
(1842).
Tochter des Franz Wimmer, Hofbuchhändler, und der Anna
Büchler, Edle von Ehrstein. ∞1841 Joseph Otto Widmann von Wien.
Schulische Ausbildung und
Ausbildung zur Pianistin in Wien, u.a. durch Johann Nepomuk Hummel.
Hervorragende Pianistin, gelobt für ihre Fähigkeit, frei zu phantasieren.
Hat noch Schubert und Beethoven gekannt. Lernt über die Musik den
Ordensgeistlichen und Musikdirektor des Klosters Heiligenkreuz bei Wien,
Joseph Otto Widmann, kennen. Flieht mit diesem in die Schweiz. Die beiden
konvertieren zum Protestantismus, heiraten und werden Bürger von Baselland.
Er seit 1845 Pfarrer in Liestal. Sie macht das Pfarrhaus zu einem
kulturellen Mittelpunkt, wo ganze Oratorien aufgeführt werden, das aber auch
Zufluchtsstätte für politische Verfolgte wird. Ihr Leben lang kränklich und
körperlich leidend.
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WIDMANN Ellen
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*15.12.1895 Biel BE, †22.10.1985 Zürich, ref., von
Liestal.
Tochter des Max, Redaktor , und der Anna Grassi. ∞Adolf
Manz von Zürich.
Schulen in Aarau;
Ausbildung zur Schauspielerin in Berlin 1911-14. Debüt im Hoftheater
Darmstadt 1914. Findet als Interpretin Hebbelscher Frauenrollen in Darmstadt
1916 Beachtung. Als Erste Heldin 1921 nach Bochum berufen. Auch als
Filmschauspielerin tätig ab 1931, z.B. in Fritz Langs M – eine Stadt
sucht einen Mörder. Weicht nach der Machtergreifung der NSDAP auf
deutsche Bühnen aus, wo das politische Klima noch weniger verseucht ist.
Lässt sich 1941 in Zürich nieder. Tritt hier im Schauspielhaus bis 1969 auf.
Spielt auch auf anderen Schweizer Bühnen und in Filmen. Gründerin 1951 und
Leiterin des Kammersprechchors Zürich, mit dem sie ganz Europa bereist.
Ausgedehnte Tätigkeit auch bei Radio und Fernsehen. Vielfache Preisträgerin,
so etwa des Hans Reinhart-Rings 1970.
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WIRZ-Wirz Pauline
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*09.10.1894 Sissach, †10.03.1968 Sissach, ref. von
Sissach.
Tochter des Albert, Waldbannwart, und der Elise Ehrsam,
von Ramlinsburg.
∞1921 Paul Wirz von Sissach.
Schulen in Sissach und
Basel; Lehrerinnenseminar Basel. Nach Vikariat in Nusshof 1914
Primarlehrerin in Sissach 1915-21. Mutter zweier Söhne und einer Tochter.
Beginnt n den späten 40er Jahren ihre Jugenderinnerungen in Mundart
aufzuschreiben. Verfasst in der Folge Gedichte und Geschichten, die sie in
Zeitungen, im Baselbieter Heimatbuch, in den Baselbieter
Heimatblättern und in den Heften Schwyzerlüt veröffentlicht.
Tritt auch in öffentlichen Zirkeln auf und liest am Radio. Gewinnt zwei
literarische Preise. Mitglied der Primarschulpflege des Vorstands der
hauswirtschaftlichen Fortbildungsschule, der Arbeitsschule und der
Kindergartenkommission Sissach. Präsidentin des Frauenchors Cäcilia,
Kassierin des Kirchenchors.
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WITSCHI Liselotte
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*04.03.1921 Niederbipp BE, †24.12.1990 Lauwil, ref.
Hindelbank BE.
Tochter des Hermann Adolf, Pfarrer, und der Rosa Gerber.
Schulen in Basel,
Medizin-Studium in Fribourg und Basel, Dr. med. 1950. Als Chirurgin ans
Kantonsspital Liestal berufen. Assistenzärztin, später Oberärztin 1953-1975,
wo sie u.a. auch für die Notfallstation, die chirurgische Beratungsstelle
und den Blutspendedienst zuständig ist; unterrichtet zudem im Fach Chirurgie
für allgemeine Krankenpflege. Erste vollamtliche Kantonsärztin 1975-1983.
Hat das Gesundheitswesen in unserem Kanton massgebend beeinfluss und
mitgestaltet. FDP-Landrätin 1971-1979, Mitglied und erste Präsidentin des
Verfassungsrates.
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